Bärlauch: Tipps zum Sammeln, Verarbeiten und Konservieren

von Monika Hechenberger

Frühlingsbote Bärlauch: Köstliche Naturküche

Es grünt so grün, wenn Bärlauchblüten blühen: Dies stimmt nur fast, denn wenn Bärlauch blüht, sollte er besser nicht mehr gesammelt werden. Am feinsten sind die jungen, hellgrünen Blätter, die je nach Lage ab März/April geerntet werden können. Den Bärlauch findet man vor allem in halbschattigen Laubwäldern und feuchten Auwäldern. Dort macht er sich meist in großen Teppichen und mit unverkennbarem Knoblauch-Geruch bemerkbar. Wir verraten Ihnen, wie Sie Bärlauch einwandfrei bestimmen und verarbeiten können.

Bärlauch eindeutig bestimmen

Bärlauchblätter

Bärlauch kurz vor der Blüte

Immer wieder fällt im Zusammenhang mit Bärlauch die Verwechslungsgefahr mit dem giftigen Doppelgänger Maiglöckchen. Die gute Nachricht: Bärlauch lässt sich anhand von einigen Merkmalen eindeutig erkennen.

  • Die Unterseite: Bärlauch hat eine matte Unterseite, die der Maiglöckchen-Blätter sind glänzend.
  • Bärlauch wächst immer in einzelnen Blättern aus dem Boden. Beim Maiglöckchen wachsen die Blätter immer paarweise aus einem Stiel. Wenn also die Pflanze komplett aus dem Boden ragt und eindeutig einzelne Blätter im Wald stehen, ist man auf der sicheren Seite.
  • Die Blätter des Maiglöckchens stehen aufrecht, während Bärlauchblätter meistens leicht hängen.
  • Auf den Geruch der Blätter sollte man sich nicht verlassen, da die Finger schon nach kurzer Zeit nach Bärlauch riechen und somit der Geruch nicht mehr als eindeutiges Bestimmungsmerkmal dienen kann.

Bärlauch richtig verarbeiten

Zuerst wird der gesammelte Bärlauch gründlich mit Wasser gereinigt. Bärlauch wird am besten roh verwendet, da er beim Kochen viel von seinem Aroma einbüßt. Wird er in warmen Speisen verwendet, so wird er roh unter die fertige Speise gemischt.

Auch Pürieren und Mixen schadet dem Bärlauch-Aroma – die Blätter werden dann bitter. Besser ist es, sie zu schneiden, zu hacken oder im Mörser zu zerreiben, beispielsweise für Pesto.

Bei richtiger Lagerung sind frische Bärlauchblätter ein bis zwei Wochen im Kühlschrank haltbar. Benetzen Sie diese mit einigen Tropfen Wasser und geben Sie die Blätter dann in einen Gefrierbeutel, den Sie gut verschließen. So bleibt Bärlauch länger frisch.

Auch Einfrieren klappt problemlos, allerdings verlieren die Blätter dadurch etwas an Aroma. Entweder wird er geschnitten eingefroren oder zuerst zu Bärlauchbutter oder -pesto verarbeitet.

Bärlauchpesto Rezept

Eine der beliebtesten Arten, Bärlauch zu genießen, ist Bärlauchpesto. Geben Sie dazu Bärlauch, gehackte Pinienkerne und Parmesan zusammen in einen Mörser. Dort wird die Masse fein zerstoßen und nach und nach Olivenöl beigemengt, bis eine cremige Masse entsteht. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Auch in die Elisabeth-Küche findet Bärlauch Einzug, nebst den vielen regionalen Produkten, die Sie das ganze Jahr über dort genießen können. Käse, Fleisch- und Milchprodukte stammen aus schonender Erzeugung von der eigenen Landwirtschaft – Qualität, die Ihrem Gaumen schmeichelt.

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