Eine typische Spezialität in der Region: Käse!

von Monika Hechenberger

Käseherstellung und Besichtigung des Kasplatzls

Kaum ein Lebensmittel wirkt so unwiderstehlich wie Käse und denkt man darüber nach, gibt es wohl niemanden, der Käse nicht mag. 20 Kilo Käse verputzt der Österreicher im Schnitt pro Jahr, was das Land unter die Spitzenreiter dieser kulinarischen Domäne einordnet. Kein Wunder, hat die Käseherstellung doch in der Alpenrepublik, speziell in den gebirgigen Lagen, eine lange Tradition.

Früher erzeugte man den Käse nach altem Verfahren direkt auf den Höfen und Almen. Und während anderswo die Käseherstellung mittlerweile technisiert und vereinheitlicht wurde, wird im Kasplatzl am Fuß des Großen Rettensteins in Tirol Käse noch so produziert, wie man es von jeher kennt. Für Sie als Gast des Hotels Elisabeth ist eine Besichtigung unserer Schaukäserei kostenlos – eine Gelegenheit, die Sie nutzen sollten.

Erleben Sie, wie Käse gemacht wird

Bearbeitung des Käses bei der Herstellung

Käser beim Käseputzen

Im Kasplatzl erfahren Sie alles über die Käseherstellung auf der Alm. Sehen Sie die Geräte und Maschine und erhalten Sie einen Einblick in den Produktionsprozess. Die Schritte der Käseherstellung sind einfach erklärt. Zuerst muss die Milch vorbereitet werden. Sie wird auf ihre Beschaffenheit überprüft und erhitzt, außerdem wird der Fettgehalt eingestellt. Anschließend wird die Milch dickgelegt. Das passiert je nach späterer Sorte durch Zuhilfenahme von Milchsäurebakterien oder Lab. Dann können Sie dem Käser live über die Schulter schauen, wenn die Käserohlinge in Formen gegossen werden. Anschließend werden sie in den Käsekeller eingeschlichtet, wo die einzelnen Käse das sortentypische Aroma ausbilden. Dabei spielen Mikroorganismen eine zentrale Rolle. Je nach Sorte reift der Käse zwischen 10 Tagen (Weißschimmelkäse) und 6 Monaten (Bergkäse). Eine Ausnahme bildet der Frischkäse, der nur 4-5 Stunden im Salzbad liegen muss, ehe er fertig ist.

Während der Reife werden die Käselaibe regelmäßig gewendet, bestrichen und gebürstet. So werden im Kasplatzl einige Käsesorten mit Rotkulturen bearbeitet. Dadurch erhält der Käse einen ausgeprägten würzigen Geschmack und seine charakteristische orange-rötliche Oberfläche.

Milch von glücklichen Kühen

Die Qualität des Almkäses beginnt schon beim Ausgangsstoff, der Kuhmilch. Den ganzen Sommer lang grasen die Kühe auf den Almen, wo sie eine große Vielfalt an Gräsern und Kräutern finden. So ist auch die Milch von bester Qualität und wird zu einzigartigen Käsesorten veredelt.

Die Käseproduktion im Kasplatzl richtet sich nach dem Rhythmus der Natur und der Kühe. Von Mitte Mai bis Ende Juli wird jeden Tag ab 8:00 Uhr gekäst, ab Mitte August nur noch jeden zweiten Tag.

Natürlich darf auch eine Verkostung der Produkte nicht fehlen. Ein wahrer Genuss, in ein Stück würzigen Schnittkäses auf einem Stück hausgemachtem Schwarzbrot zu beißen.

Geöffnet ist das Kasplatzl, zu dem Sie vom Hotel Elisabeth aus wandern oder fahren können, von Mai bis Oktober täglich von 8:30 bis 18:00 Uhr. Schauen Sie vorbei!

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