Maibaum stehlen – altes Brauchtum in Tirols Dörfern

von Monika Hechenberger

Mehr als ein Burschenstreich?

Das Stehlen des Maibaumes gilt als Mutprobe. Zum Schutz der Ehre und des Gesetzes gelten allerdings einige Regeln, möchte man einen fremden Maibaum klauen. Manche Regeln unterscheiden sich auch je nach Region. Wir erklären Ihnen, wie das Brauchtum abläuft und was dabei erlaubt, was verboten ist.

Regeln zum Maibaum stehlen

Maibaum vor blauem Himmel

Bald ist die Zeit der Maibäume angebrochen

Ein Maibaum darf nur gestohlen werden, solange er noch nicht aufgestellt ist.

Es dürfen keine Vereine aus dem gleichen Ort bestohlen werden. Nur fremde Maibäume, d.h. jene aus einem anderen Dorf, dürfen gestohlen werden.

Der Baum darf selbstverständlich nur heimlich gestohlen werden. Erwischt werden ist tabu.

Es ist streng verboten, den Baum zu beschädigen oder gar zu zersägen. Nicht nur wird der Baum in langer Handarbeit hergerichtet, sondern auch darf ein beschädigter Baum aus Sicherheitsgründen nicht mehr aufgestellt werden.

Werden die Räuber innerhalb der Gemeindegrenze erwischt (dazu genügt es, wenn einer der Bewacher seine Hand auf den Maibaum legt) müssen sie ihre Beute kampflos zurückgeben.

Nur der Baum selbst, nicht die Kränze, Bänder oder sonstiger Schmuck, sind Diebesgut.

Der Baum ist erfolgreich gestohlen worden? Dann wird über die Auslöse verhandelt (Bierkisten, Jause …). Nach erfolgter Rückgabe herrscht wieder Friede.

Ein Maibaum darf nur einmal gestohlen werden.

Gewalt o.Ä. sind selbstverständlich tabu. Es handelt sich beim Maibaumstehlen um ein friedliches Brauchtum. Es darf nicht so weit kommen, dass Polizei oder Rettung gebraucht werden.

Maibäume begleiten in vielen Gemeinden Österreichs das gesellschaftliche Leben im Frühjahr. Aufgestellt wird der Maibaum zumeist am Abend des 30. April. Oft hat jeder Verein seinen eigenen Maibaum, welcher mit bunten Bändern, Kränzen und einer Tafel geschmückt wird. Der Maibaum gilt als Lebens- und Fruchtbarkeitssymbol. Früher pflegte man auch, Volkstänze um ihn herum zu tanzen. Auch finden am 1. Mai oft große Dorf- oder Stadtfeste mit Musik, Tanz, Essen und Kinderprogramm statt.

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