Pilze sammeln – was Sie dazu wissen müssen

von Monika Hechenberger

Auf Pilzjagd in den Wäldern Tirols

Korb mit Pilzen
Gehen Sie im Urlaub auf Pilzjagd

Die Natur hält viele Gaben bereit, die dem Kenner offenstehen, sie zu sammeln und zu genießen. Zu den beliebtesten Fundstücken gehören sicherlich die Schwammerln, wie man hierzulande zu Pilzen sagt. Tipps, wichtige Informationen und die häufigsten Speisepilze, die in Tirols Wäldern zu finden sind, haben wir für Sie recherchiert.

Wo am besten Pilze sammeln?

Wie auch in anderen Bereichen gilt hier: Erfahrung macht klug. Allgemein aber hat man als Pilzjäger an feuchten, moosigen Stellen gute Chancen. Kleine Lichtungen, wo die Pilze geschützt wachsen, oder der Waldrand sind ebenfalls gute Tipps. Und natürlich gilt: War es einige Tage regnerisch, haben Pilze beste Bedingungen zum wachsen, nicht umsonst sagt man, dass es wie Schwammerl aus dem Boden schießt.

Die häufigsten Speisepilze in Tirols Wäldern und wie man sie erkennt

Steinpilz: bräunlicher Hut und dicker, fester Stiel

Pfifferlinge/Eierschwammerl: markante gelb-goldene Farbe, im Geschmack leicht scharf. Der Hut ist zunächst halbkugelig und biegt sich mit zunehmendem Alter des Pilzes trichterförmig nach oben.

Birkenpilz: ein mittelgroßer bis großer Röhrenpilz mit bräunlichem, feinfilzigem Hut, deutlich schwarzschuppigem Stiel und weißem Fleisch. Wächst, wie der Name schon sagt, in der Nähe von Birken.

Parasol: Vorsicht ist geboten, da Verwechslungsgefahr mit dem unverträglichen bzw. giftigen Safranschirmling und Knollenblätterpilz besteht. Der Parasol besitzt einen langen, genatterten Stiel, der Ring ist verschiebbar, der Hut schuppig.

Täublinge
Täublinge sind mit Vorsicht zu genießen

Täubling: Da es sich hier um eine sehr artenreiche Pilzgattung handelt, können diese Pilze in fast allen Farben vorkommen. Genau deshalb ist es aber auch so schwierig, Speise-Täublinge von nicht genießbaren Varianten zu unterscheiden. Dazu muss man schon ein Profi sein. Giftig ist der Gallen-Täubling zwar nicht, jedoch kann ein einziges Exemplar den Geschmack des gesamten Gerichts verderben.

Pilze sicher bestimmen – oder stehen lassen

Ein gutes Pilzbestimmungsbuch ist eine gute Grundlage, um essbare Pilze sicher zu identifizieren. Bei Zweifelsfällen sollte nie ein Risiko eingegangen werden und der Pilz entweder stehen gelassen oder einem Experten vorgeführt werden. Dazu gibt es in den größeren Orten Pilzberatungsstellen, die Sie kostenlos aufsuchen können.

Goldene Regeln für Pilzsammler

Die Tiroler Pilzschutzverordnung sieht Folgendes vor:

  • Zerstören Sie keine Pilze, die Sie nicht mitnehmen möchten.
  • Pro Tag dürfen bis zu zwei Kilogramm Pilze je Person gesammelt und befördert werden.
  • Mechanische Hilfsmittel wie Rechen oder Harken sind beim Pilzsammeln tabu.

Tipps für Pilzgerichte

Köstliche Schwammerlgerichte gibt es zuhauf: Der Parasol macht sich hervorragend, wenn man ihn in Scheiben schneidet und wie ein Schnitzel paniert. Alle Pilze passen perfekt zu Nudeln oder in ein gutes Risotto. Pur angebraten in etwas Butter und Kräutern geschwenkt kommt der reine Pilzgeschmack am besten zur Geltung. Und dann wären da noch Klassiker wie Schwammerlsoße mit Semmelknödeln oder das Jägerschnitzel mit Soße.

Gehen Sie bei Ihrem nächsten Waldspaziergang im Sommerurlaub rund um das Hotel Elisabeth auf Schwammerlsuche – an der Rezeption sind wir Ihnen gerne mit Tipps für erfolgversprechende Stellen dienlich. Und auch wenn man Pilze nicht zum Verzehr einsammelt – schöne Fotomotive ergeben viele von ihnen allemal.

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