Die Raunächte – magischer Tradition in Tirol begegnen

von Monika Hechenberger

Räucherschale mit Rauch

Über das Räuchern und andere Bräuche zum Jahreswechsel

Als Raunächte – auch Rauh- oder Rauchnächte – bezeichnet man meist jene 12 Nächte zwischen dem 25. Dezember und dem 6. Jänner. In Tirol wurde das mystische Brauchtum rund um den Jahreswechsel bereits vor Jahrhunderten praktiziert. Die Gründe: Schlechtes aus dem alten Jahr sollte vertrieben werden um Platz für Gutes im neuen Jahr zu schaffen.

Heute lässt man das Räuchern und weitere Raunachts-Rituale vielerorts wieder aufleben. Erfahren Sie mit dem Elisabeth-Team mehr über die geheimnisvolle Tradition!

Räuchern in den Raunächten – Warum?

Geräuchert wurde früher vor allem um alles Belastende, Negative, Krankmachende, etc. aus dem ablaufenden Jahr zu vertreiben. Oft ging es dabei um Existenzängste wie Hunger, Kälte oder Krankheit. Aber auch Aberglauben soll eine Rolle gespielt haben. Finstere Mächte, Dämonen und die Geister des Winters galt es loszuwerden.

Das Unglück sollte ferngehalten werden, indem man Wohnräume, Ställe und Grundstücke mit wohlriechenden Düften aus Kräutern und Harzen erfüllte.

Räuchern mit Tiroler Kräutern – So geht’s!

Heutzutage geht es beim Räuchern immer noch darum, schlechte Energien zu vertreiben, auch wenn diese oft anderer Art sind als noch vor 100 Jahren. Zum Glück gibt es in Tirol zahlreiche Kräuter, die sich hervorragend zum Räuchern eignen. Zum Beispiel:

  • Rosmarin:gegen negative Energien, für Begeisterung & Kreativität, zum Loslassen
  • Wacholder: schützt vor allem Negativen, vertreibt negative Atmosphäre
  • Fichtenharz: wirkt gegen Streitenergien, bei Eifersucht & Neid – ideal beim Einzug in ein neues Heim
  • Beifuß, Wermut, Lavendel, Weihrauch, etc.

Anleitung zum Räuchern: Entzünden Sie ein Stück Räucherkohle in einer feuerfesten Schale. Ist die Kohle ganz weiß, legen Sie die Räuchermischung auf. Gehen Sie die gewünschten Räume gegen den Uhrzeigersinn mit der Räucherschale ab. Die Fenster sollten dabei geschlossen bleiben. Besonders wichtig ist es, auch die Ecken auszuräuchern. Anschließend lüften Sie den Raum gut durch – und weg sind die negativen Energien!

Weitere Raunachts-Rituale

Feuer
  • Silvester-Ritual: kleine Zettel mit negativen Gefühlen und Erlebnissen aus dem vergangenen Jahr im Feuer verbrennen
  • Traum-Tagebuch: aufschreiben, was man in den Raunächten träumt – je Nach Nummer der Raunacht (1 – 12) können Träume darauf hinweisen, was im entsprechenden Monat des kommenden Jahres passiert (1 = Jänner, 2 = Februar, …)
  • Weihrauch-Myrrhe-Räucherung am 6. Jänner
  • Maria Lichtmess (2. Februar) – Räucherung zu Beginn der „Zeit des Übergangs“, um den Winter endgültig zu vertreiben und einen Neubeginn zu starten

Das klingt spannend? In Ihrem Urlaub in Tirol erfahren Sie mehr über österreichisches Brauchtum und Tiroler Traditionen. Im Hotel Elisabeth in Kirchberg gibt’s wohltuende Massagen, Saunen und pures Wintervergnügen obendrauf…

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