Die Streif – die weltbekannte Skipiste

von Monika Hechenberger

Der Mythos Streif

Sprungkanten, die einem den Atem nehmen, Schrägfahrten, bei denen man mit den Beinen der Athleten mitzittert und eine Schussfahrt, auf der richtig Geschwindigkeit gemacht wird: die legendäre Streif hat wirklich alles, was eine richtige Abfahrtsrennstrecke braucht. Wie ein Mythos wird sie in Athletenkreisen gehandelt, als Actionspektakel zieht sie ein Millionenpublikum rund um den Erdball in ihren Bann.

Die Strecke und ihre Schlüsselstellen im Detail

Rennläufer beim Hahnenkammrennen

Auf der Streif wird alles gegeben

In einer Höhe von 1.665 Metern begeben sich die Rennläufer am Hahnenkamm zum Start. Mit einem Gefälle von 50 % wird bereits auf den ersten Metern ordentlich Tempo gemacht. Wenige Sekunden später jagen die Läufer mit Schwung über die erste Kante, die in die Mausefalle mündet. Diese ist das steilste Stück der Strecke mit einem maximalen Gefälle von unglaublichen 85 %. Bis zu 60 Meter weit segeln die Skiläufer durch die Luft. Kritisch wird es in der Kompression, wo kurzfristig Kräften des rund Zehnfachen des Körpergewichts standgehalten werden muss. Über einen 180°-Rechtsschwung, dem Karussell, und eine Linkskurve geht es in den technisch anspruchsvollen Steilhang. Hier gilt es, viel Anlauf für das folgende langgezogene Gleitstück zu nehmen. Danach wird noch einmal beschleunigt im Gschöss, bevor es über einen Sprung in die Alte Schneise geht. Diese führt auf die Seidlam zu und den Seidlalm-Sprung. Nach dem Lärchenschuss geht es über den Hausberg mit der Hausbergkante: bei diesem Sprung ist die Richtung entscheidend, um beim darauffolgenden langgezogenen Linksschwung möglichst viel Höhe für die Traverse zu gewinnen. Wer hier geschickt ansetzt, verhindert, von den Wellen und Schlägen der Traverse zu weit nach unten getragen zu werden. Nach einem markant gesetzten Rechtsschwung werden im Zielschuss noch einmal alle Kräfte auf die Probe gestellt, wenn die Läufer mit einer Geschwindigkeit von bis zu 140 km/h von der jubelnden Menge ins Ziel getragen werden.

Die Fakten der Strecke zusammengefasst:

  • Länge: 3312 Meter
  • Durchschnittliches Gefälle: 27 %
  • Knackpunkte: Mausefalle, Steilhang, Hausbergkante, Traverse

Geschichte & große Sieger

Die erste Hahnenkammabfahrt wurde 1931 ausgetragen. Auf der Streif wird seit 1937 gefahren. Damals entschied Thaddäus Schwabl das Rennen für sich und wiederholte diesen Erfolg gleich noch einmal im ersten Nachkriegsrennen 1946. Unvergessen sind auf jeden Fall die Triumphe von Lokalmatador Andreas Molterer, der in den 1950er Jahren ganze 9 Siege abräumte, sowie Toni Sailers (5 Siege) und Franz Klammers (3 Abfahrts-Siege in Folge). Zuletzt krönte sich der Schweizer Didier Cuche zum König der Abfahrt, indem er viermal die Strecke am schnellsten absolvierte.

Die Streif ist Teil des Hahnenkammrennens, das verschiedene Disziplinen umfasst:

  • Abfahrt auf der Streif
  • Super-G auf der Streif mit Start auf der Streifalm
  • Slalom auf dem Ganslernhang
  • Super-Kombination

Streif – One Hell of a Ride

Filmisch verarbeitet wurde der Mythos Streif in dem 2014 erschienenen Dokumentarfilm Streif – One Hell of a Ride. Die spannende Dokumentation begleitet fünf Rennfahrer bei der Vorbereitung auf das Rennen.

77. Hahnenkammrennen von 17.-22. Januar 2017

Freuen Sie sich auf die nächste Ausgabe des Kitzbüheler Großevents: Von 17.-22. Januar 2017 wird das 77. Hahnenkammrennen in der Gamsstadt ausgetragen. Sichern Sie sich Ihre Tickets und fiebern Sie live mit! Das wird sicherlich das Highlight in Ihrem Skiurlaub im Sporthotel Elisabeth in Kirchberg in Tirol.

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