Tiroler Steinöl – „Blut“ aus den Bergen

von Monika Hechenberger

Naturkosmetik aus dem Stein

Niemals war der Ausdruck „Aus den Tiroler Bergen“ so wahr wie beim Steinöl. Diese schwarze Flüssigkeit wird aus einem bestimmten, kerogenhaltigen Gestein in Tirol gewonnen. Im Hotel Elisabeth in Kirchberg können Sie die positiven Effekte des Steinöls für sich nutzen. Aber was ist das eigentlich?

Öl aus Stein klingt zunächst etwas befremdlich. Was soll man aus Stein schon an Flüssigkeit herauspressen können?

Stücke aus Ölschieferplatten

Ölschiefer, kleingesprengt (c) wikicommons

Ölschiefer – Das heilsame Erbe des Meeres

In Pertisau wird Ölschiefer verarbeitet und zu Steinöl gemacht. Im Schiefer sind die Überreste des einstigen Meeresbodens zu finden. Konkret also Algen, Plankton und Bakterien, die sich am Boden niedersetzten und in den luftdichten Schichten eingeschlossen wurden. Durch chemische Prozesse haben sich diese im Lauf der Jahrtausende zu Kerogenen entwickelt. Kerogene sind Verbindungen aus Proteinen, Fetten, Kohlehydraten, Schwefel und Stickstoff. Diese Stoffe werden aus dem Gestein gelöst und zu Steinöl verarbeitet.

Steinöl seit Jahrhunderten verwendet

Nachweislich kommt das Steinöl seit dem Mittelalter als Medizin zum Einsatz. Mit dem heutigen Steinöl wird die heilsame Wirkung wieder genutzt. Im Hotel Elisabeth in Kirchberg können Sie davon profitieren: Sei es im Rahmen einer Massage oder von Wärmepackungen, als Cremes oder im Bad gelöst. Das Anwendungsgebiet reicht von Haar- und Hautpflege bis hin zu Schmerzen und rheumatische Beschwerden. Testen Sie es einfach selbst aus.

Logo der Tiroler Firma

Tiroler Steinöl

Blut des Riesen Thyrsus

Selbstverständlich gibt es zum Steinöl auch eine Sage. Der Riese Thyrsus war im Oberinntal beheimatet und hatte ein paar Probleme mit dem Riesen Haymon. Die einen sagen, dieser sei in sein Gebiet eingedrungen, die andern sprechen von einer zerstörten Burg. Eine weitere Version der Geschichte besagt, dass die Menschen ihre Finger im Spiel gehabt hätten und Thyrsus angeschwärzt hätten, Haymons Schloss zerstört zu haben. Am Ende bekämpften sich die beiden auf jeden Fall und Thyrsus wurde nahe Seefeld stark verletzt. Er flüchtete daraufhin ins Karwendel, wo er von seinem Verfolger getötet wurde. Seine letzten Worte waren „Spritz Bluet! Sei für Viech und Menschen gut!“

Aus diesem Grund wird das Tiroler Steinöl auch Thyrsusblut oder „Dirschenblut“ genannt. Allerdings können wir Sie beruhigen: Es handelt sich lediglich um eine Legende. Keine Riesen wurden bei der Herstellung von Tiroler Steinöl verletzt.

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