Woher kommt die Tradition des Christbaums?

von Monika Hechenberger

Zur Geschichte des Weihnachtsbaums

Bald schmücken wieder festlich geschmückte Weihnachtsbäume im ganzen Land die Wohnzimmer, Ortszentren, Kirchen, Hotelhallen … bestimmt haben auch Sie sich schon einmal Gedanken gemacht, woher diese Tradition stammt. Wir haben uns auf die Suche nach dem Ursprung des Weihnachtsbaums begeben.

Es grünt so grün

Den Christbaum, so wie wir ihn heute kennen, gab es zuerst vor etwa 500 Jahren. Viel älter ist jedoch der dem zu Grunde liegende Brauch, rund um Weihnachten immergrüne Pflanzen im Haus zu verteilen. Das kräftige Grün von Fichte, Tanne, Kiefer, Eibe, Stechpalme, Mistel, Wacholder oder Efeu gab im dunklen Winter Hoffnung auf die Wiederkehr des Frühlings. Außerdem galt es als Sinnbild des Lebens und der Fruchtbarkeit. So hängten bereits die Römer zum Jahreswechsel Lorbeerzweige in ihre Häuser.

Im Mittelalter entwickelte sich das Brauchtum, ganze Bäume zu bestimmten Anlässen zu schmücken. Man denke dabei neben dem Christbaum auch an den Maibaum oder an den Richtbaum zur Firstfeier. Interessant ist auch die Verbindung zum Paradiesbaum aus der Bibel: im mittelalterlichen Weihnachtsspiel wurde gerne vor dem Krippenspiel die Szene von Adam und Eva im Paradies aufgeführt, wozu natürlich auch ein mit Äpfeln behangener Baum gehörte.

Erste Weihnachtsbäume am Oberrhein

Geschmückter Weihnachtsbaum

Zimmer-Christbaum

Die erste Erwähnung eines Weihnachtsbaums im heutigen Sinn stammt aus dem Jahr 1419. Damals soll der Bäcker von Freiburg im Breisgau einen Baum mit allerlei Naschwerk, Früchten und Nüssen behängt haben, den die Kinder an Neujahr abernten durften. Aus dem 16. Jahrhundert existieren schließlich viele sichere Quellen aus Ortschaften am Oberrhein, die vom Schmücken der Wohnstube mit grünen Tannenzweigen, den sogenannten „Weihnachtsmeiern“ berichten. Daher gelten das Elsass und die Gebiete auf der gegenüberliegenden Seite des Rheins als Wiege des Christbaums.

Vom heidnischen zum kirchlichen Brauch

Wie vieles im Mittelalter waren Tannenbäume zunächst noch selten und teuer und daher der Oberschicht vorbehalten. Die Kirche war gegen den Brauch, zum einen, weil sie in der Weihnachtskrippe ein ausreichendes Symbol für Weihnachten sah, zum anderen, weil das Plündern der Wälder, die oft der Kirche gehörten, bald ausuferte. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde der geschmückte Nadelbaum allgemein anerkannter Weihnachtsbrauch. Ab 1830 gab es die ersten mundgeblasenen Christbaumkugeln, 1878 wurde das Lametta erfunden.

Die klassische Schmuckfarbe als Kontrast zum Grün des Weihnachtsbaums und auch des Adventkranzes war seit jeher Rot. Während Grün die Hoffnung auf Leben symbolisierte, stand Rot für das Blut Christi.

Wussten Sie schon … Fakten rund um den Christbaum

  • An der Spitze der liebsten Christbäume der Österreicher und Deutschen steht unangefochten die Nordmanntanne mit rund 75-80 % Marktanteil. Dahinter folgen Blaufichten (15 %) und Fichten (7 %).
  • Die Nordmanntanne braucht 12-15 Jahre, um Zimmerhöhe zu erreichen. Deshalb ist sie auch mit Abstand der teuerste Baum und wird ausschließlich für den Einsatz zu Weihnachten angebaut.
  • Geerntet werden Weihnachtsbäume im Durchschnitt im Alter von 8-12 Jahren.
  • Wer keinen abgesägten Baum möchte, kann einen lebenden Christbaum erwerben. Dieser wird im Topf ins Zimmer gestellt und kann nach den Feiertagen behutsam wieder ausgepflanzt werden. Nachteil: lebende Weihnachtsbäume benötigen sorgfältige Pflege, wie regelmäßiges Gießen.

Heute ist der Weihnachtsbaum aus den Haushalten nicht wegzudenken. Haben Sie Ihren Christbaum für dieses Jahr schon ausgesucht? Im Hotel Elisabeth steht bereits ein prächtiges Exemplar.

Das ganze Elisabeth-Team wünscht Ihnen ein frohes Weihnachtsfest im Kreis Ihrer Lieben und auf ein Wiedersehen im Winter in Kitzbühel!

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